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  • Marisa Rieger

Themenwoche -Naturkosmetik-

Aktualisiert: März 17

Auf unserem Instagram-Account haben wir uns eine Woche lang mit dem Thema Naturkosmetik auseinandergesetzt.

Viele von uns wissen gar nicht, dass herkömmliche Kosmetik oftmals negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit und auf die Umwelt haben. Oder wusstest du, dass Aluminium Silicate oder Parabene im Verdacht stehen Krebs zu verursachen? Nein? Dann ist es umso wichtiger, dass du dich mit dem Thema auseinandersetzt.

Wir möchten dir in diesem Blogbeitrag einen Einblick geben …

… warum es so wichtig ist auf eine gute Kosmetik zu achten.

… welche gesundheitlichen und ökologischen Risiken bei der herkömmlichen Kosmetik bestehen.

… was beim Thema „Verpackung“ zu beachten ist.


Zu Beginn ist es erst einmal wichtig, sich mit den Inhaltsstoffen in Kosmetikas näher zu beschäftigen. Denn die Inhaltsstoffe einer Gesichtscreme lesen sich oftmals wie eine Fremdsprache und das gefährliche daran ist, dass wir dadurch nicht einmal wissen was wir uns täglich auf die Haut schmieren.

Im Folgenden findest du eine Zusammenfassung der am häufigsten verwendeten Inhaltstoffe, die nachweislich negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben:


· Aluminium Chloride (Aluminiumsalze)

Diese Stoffe sind häufig in Deos, Zahnpastas oder Lippenstiften zu finden. Krankheiten, wie Alzheimer oder Brustkrebs, werden mit Aluminium in Verbindung gebracht.

Häufigste Kennzeichnung auf Verpackungen: Aluminium Silicate, Aluminium Chlorohydrate


· Duftstoffe

Viele alltägliche Produkte enthalten Duftstoffe – wie Shampoo, Duschgels, Bodylotion. Oft werden diese als „Parfum“ oder „Aroma“ auf der Verpackung ausgewiesen. Diese allergenen Zusatzstoffe können allergische Reaktionen, wie Juckreiz oder Schwellungen hervorrufen. Laut Europäische Kosmetikverordnung müssen Stoffe wie Citral oder Linalool angegeben werden sobald eine gewisse Menge überschritten wird.


· Paraffine

Auf Grund filmbildender und wasserabweisenden Eigenschaften, werden bereits jahrelang Paraffine in Cremes und Lotionen hinzugefügt Es handelt sich hierbei um Kohlenwasserstoff, das aus Erdöl gewonnen wird. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Mineralöle krebserregende Substanzen sind. Häufig sind diese als Paraffinöl (Paraffinum Liquidum) und Vaseline (Petrolatum) deklariert.


· Tenside

Tenside sind fast in allen Kosmetikprodukten zu finden. Es handelt sich hierbei um Emulgatoren. Somit haben sie die Eigenschaft Fett- und Schmutzpartikel in Wasser zu lösen.

Die Waschkraft von Tensiden ist jedoch so stark, dass sie mehr Talg auf der Haut entfernen als gesund ist. Eine Folge ist, die natürliche Schutzfunktion der Haut geschwächt wird und somit durchlässig für Schadstoffe.

Sodium-Lauryl-Sulfat und PEG-Derivate sind die am häufigsten verwendeten Tenside der Kosmetikindustrie.


· UV-Filter

Es ist wichtig die Haut vor Sonnenstrahlen zu schützen, jedoch ist hier Vorsicht geboten.

Synthetische UV-Filter wie zum Beispiel Bezophenone sind hormonell wirksam, können Hautirritierungen hervorrufen, Fruchtbarkeitsstörungen verursachen und stehen unter Verdacht Krebserregend zu sein.


Aber wir tun mit unsere täglichen Pflegeroutine nicht nur uns schaden, sondern auch der Umwelt! Viele Kosmetikprodukte enthalten Mikroplastik. Aber was ist Mikroplastik überhaupt und welche Auswirkungen hat es auf unsere Umwelt?

Prinzipiell wird in zwei Arten unterschieden:

- Primäres Mikroplastik

Sind synthetische Polymere (Kunststoffe), die kleiner als fünf Millimeter bis tausend Nanometer sind.

- Sekundäres Mikroplastik

Entstehen bei einem Zerfall größerer Kunststoffteile.


Die Kosmetikindustrie greift oft auf Mikroplastik zurück, da es zum Beispiel Schleifmittel in Peelings verwendet werden kann zudem als Bindemittel, Füllmittel, oder Filmbildner in Cremes fungiert.


Für unsere Umwelt bedeutet dies - Verschmutzung von Gewässern und Ozeanen. Mikropastik ist wie ein Magnet für andere Schadstoffe. Das verunreinigte Wasser wird von Kleinstlebewesen aufgenommen, welche wiederum die Nahrungsquelle für Fische, Muscheln, andere Meeressäuger und natürlich auch für den Mensch darstellen. Auf diesem Weg gelangt das Mikroplastik auch in unseren Körper. Inwieweit uns diese Stoffe schaden ist wissenschaftlich noch nicht vollkommen erforscht worden. Es ist jedoch belegt dass Mikroplastik viele Lebewesen bereits den Tod gekostet hat.



Das Naturkosmetik nicht nur gut für unser Äußeres, sondern auch für unser Inneres besser ist als herkömmliche Kosmetik, ist jetzt klar. Aber wie erkennen wir Naturkosmetik in der Drogerie oder im Internet?

Leider ist der Begriff Naturkosmetik nicht geschützt, deshalb kann sich darauf allein nicht verlassen werden. Einen Hinweis geben uns die verschiedenen Siegel, die wir auf der Kosmetik finden.

In unserem letzten Blogbeitrag findest du eine Auswahl an typischen Naturkosmetik-Siegel, auf welche du achten kannst, um sicher zu sein, dass es sich um kontrollierte und zertifizierte Naturkosmetik handelt.


Im letzten Jahr war keine Urlaubsform so beliebte wie das Campen. Klar lag dies auch an den besonderen Begebenheiten, aber auch dieses Jahr werden sich viele wieder für einen Campingurlaub entscheiden. Aber hast du dir schon einmal die Frage gestellt: „Ist meine Kosmetik biologisch abbaubar?“

Was bedeutet biologisch abbaubar eigentlich?

– Das DIN sagt, ein Stoff ist biologisch abbaubar, wenn ihn Mikroorganismen, wie Bakterien, zersetzen können.

Auf vielen Produkten findet sich kein Hinweis, ob diese biologisch abbaubar sind und auch Naturkosmetik ist nicht gleich für die Umwelt zu 100% unbedenklich.

Hier eine kleine Auflistung von Naturkosmetik-Marken, die auf biologisch abbaubare Produkte Wert legen:

- Naturkosmetik Manufaktur Greendoor aus Kaufering bei München @greendoornaturkosmetik

- Urtekram aus Dänemark @urtekram_nordicbeauty

- SANTE aus Salzhemmendorf in Niedersachsen @sante_naturkosmetik

- Dr. Bronner´s Naturseifen aus den USA @drbronnerseurope

- Asavo aus Finsing in Oberbayern


Wir werden die verschiedenen Marken in diesem Sommer testen und dir natürlich Feedback geben.


Aber es ist nicht nur wichtig auf die Inhaltsstoffe zu achten, du solltest auch auf die Verpackung deiner Kosmetik schauen. Wie auch in vielen anderen Branchen entwickelt sich die Kosmetikindustrie in Sachen „nachhaltige Verpackung“ weiter.

Am häufigsten wird hierbei auf das altbekannte Glas zurückgegriffen. Aber wenn du jetzt denkst, Kosmetikas in Glasverpackungen sind automatisch besser als in Plastikverpackungen, dann liegst du in diesem Fall leider falsch – Denn Glas ist nicht immer die nachhaltigere Variante.

Dies liegt daran, dass Glas bei Kosmetikartikel oftmals ein Einwegprodukt ist und aufgrund des höheren Gewichts, ist auch die CO2 Bilanz, im Vergleich zu Plastikverpackungen, deutlich schlechter. Natürlich können kleine Glasgefäße wieder verwendet werden, aber dies ist im Einzelfall sehr schwer nachzuvollziehen und letztlich ist auch entscheidend, ob diese dann im Altglas oder Restmüll landen.

Im Moment gibt es noch keine Maschinen auf dem Markt, welche kleine Kosmetik-Flaschen so aufbereiten kann, dass die Flaschen erneut mit Kosmetika befüllt werden könnten.

Erst wenn speziell hierfür ein Mehrweg-System entwickelt wird, ist Glas wirklich die nachhaltigere Verpackung.

Es gibt natürlich bereits viele andere Alternativverpackungen, wie zum Beispiel Bambus, Papier oder recyceltes Plastik. Inwieweit diese nachhaltig sind und worauf hierbei zu achten ist, werden wir in einem anderen Beitrag ausführlich thematisieren.


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